Manchmal braucht es einen Perspektivwechsel, um neue Ideen zu entwickeln und den eigenen Weg bewusster wahrzunehmen. Genau diese Erfahrung durften Oberpfälzer Lehrkräfte für das Schulfach “Persönliche Entwicklung” im Rahmen einer Erasmus+ Mobilität nach Südtirol machen. Im Mittelpunkt der Reise stand die Frage, wie Schule junge Menschen in einer zunehmend komplexen und digitalen Welt bestmöglich stärken kann. Bereits die ersten gemeinsamen Tage in Kurtinig an der Weinstraße boten Raum für Austausch, Reflexion und neue Denkanstöße.
In den Workshops mit Tobias Rohde (Fritz-Schubert Institut in Heidelberg) wurde schnell deutlich, dass Persönlichkeitsentwicklung weit über ein einzelnes Unterrichtsfach hinausgeht. Themen wie Handlungskompetenz, digitales Wohlbefinden und die Bedeutung eines positiven Lernumfelds standen dabei im Fokus. Besonders wichtig war die Erkenntnis, dass Lernen nur dort nachhaltig gelingen kann, wo sich Menschen gesehen, ernst genommen und sicher fühlen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Landesberufsschule „Savoy“ in Meran. Der offene Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort zeigte, wie andere Bildungssysteme mit ähnlichen Herausforderungen umgehen und welche innovativen Ansätze bereits umgesetzt werden. Auch die Besuche in der Region, unter anderem in einer Obstgenossenschaft und bei Schloss Rametz, eröffneten neue Blickwinkel auf das Thema Wohlbefinden und Digitalisierung in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten.
Die Erasmus+ Reise nach Südtirol, organisiert durch Marko Renner, Gertraud Gietl, Susanne Stelzenberger und Helena Pecher, war fachlich wie persönlich eine große Bereicherung.
Sie hat gezeigt, wie wertvoll internationale Begegnungen für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht sind – und wie wichtig es bleibt, Bildung gemeinsam neu zu denken.
Yvonne Bothner
















