Im Rahmen der ersten PuG-Fachkonferenz des Schuljahres 2025/2026 hielt Jakob Artinger von der Deutschen Bundesbank einen Vortrag, der zunächst die unterschiedlichen Aufgaben der Deutschen Bundesbank thematisierte. Besonders der Bereich der Geldpolitik der letzten 25 Jahre war überwiegend von diversen Krisen gebeutelt. So wurde der Leitzins 2014 teilweise unter 0 % gesetzt, um deflationären Tendenzen rund um die Staatsschuldenkrise im Euroraum zu begegnen. Mitte 2022 wurden hingegen die Leitzinsen auf 4,5 % erhöht, um Inflationsraten von über 10 %, verursacht durch die Energie- bzw. Rohstoffkrise in Folge des Ukrainekriegs, wieder einzufangen.
Ein zweiter großer Themenbereich beschäftigte sich mit dem Digitalen Euro. Unter anderem soll dieses neu entstehende Zahlungsmittel die US-amerikanische Monopolstellung brechen. Die Kollegen interessierten sich an dieser Stelle besonders für die komplexe technische Umsetzung dieser neuen Innovation.
Auch die Deutsche Bundesbank hatte neben der EZB vor Weihnachten vor einem möglichen Börsencrash gewarnt. Als Ursachen machte der Vortragende gewaltige Investitionen in den KI-Bereich fest, denen noch keine klaren Einnahmemodelle gegenüberstehen. Zudem breitet sich eine große Unsicherheit aus, befeuert etwa von Kriegen, kriegerischen Auseinandersetzungen und nicht immer nachvollziehbaren politischen Entscheidungen seitens der sprunghaften US-Politik (Ukrainekrieg, Venezuela, Grönland, Zollpolitik…). Dadurch könnten relativ schnell große Entwertungen von Börsenwerten resultieren. Noch in der gleichen Woche bekamen wir hierzu einen ersten Vorgeschmack, der Silberpreis kollabierte um ca. 30 %, der Goldpreis gab ebenfalls massiv nach.
Der Bundesbanker schloss seinen spannenden Vortrag mit einem Ausflug in die Teilbereiche der prüfungsrelevanten Zahlungsbilanz.















