Bildung mit Hand und Herz – Ein Blick ins Innere des Lebens
Manchmal reicht es nicht, nur aus dem Schulbuch zu lernen. Richtig spannend wird es, wenn man das, was man im Unterricht hört, auch selbst erleben und anfassen kann. Genau darum ging es, als die Auszubildenden zu Medizinischen Fachangestellten im Behandlungsassistenzunterricht Schweineherzen sezierten – ein Unterricht, der wortwörtlich unter die Haut ging.
Das Schweineherz ist dem menschlichen Herz in Größe und Aufbau erstaunlich ähnlich. Als die Schüler die glatte, kräftige Oberfläche betrachteten, war sofort klar, hier schlägt nicht nur ein Muskel, sondern das Zentrum des Lebens. Beim Aufschneiden mit dem Skalpell öffnete sich der Blick in die Hohlräume, die man sonst nur auf Bildern kennt: die Vorhöfe, die dicken Herzkammern und die Klappen, die wie Ventile arbeiten. Anhand der kräftigen Herzmuskulatur wurde deutlich, welche enorme Leistung das Herz jeden Tag erbringt: etwa 100.000 Schläge täglich, ein Leben lang.
Das Sezieren war für viele zunächst eine Überwindung – schließlich liegt man einem echten Organ gegenüber. Doch genau das machte den Unterricht so eindrücklich. Man begreift buchstäblich, wie komplex und faszinierend unser Körper gebaut ist.
Besuch im Amtsgericht Weiden – Einblicke in die Justiz für angehende Medizinische Fachangestellte
Am letzten Schultag besuchten die Schüler der 11. Klasse der Ausbildungsrichtung Medizinische Fachangestellte das Amtsgericht in Weiden. Ziel des Ausflugs war es, einen praxisnahen Einblick in die Arbeit der Justiz zu gewinnen und das juristische Umfeld kennenzulernen.
Die Auszubildenden konnten an drei öffentlichen Gerichtsverhandlungen zu den Themen Betrug, Fahren unter Alkoholeinfluss, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung teilnehmen.
Besonders spannend war es, reale Fälle live mitzuerleben und die Abläufe einer Verhandlung direkt zu beobachten – von der Eröffnung bis zum Urteil. Ein besonderer Dank gilt dem Richter Matthias Biehler vom Amtsgericht Weiden für die freundliche Aufnahme und die Möglichkeit, an den Verhandlungen teilnehmen zu dürfen.
„Digital egal?“ – Workshop zur Stärkung der Medienkompetenz bei den Medizinischen Fachangestellten
Dr. Marius Kleinknecht besuchte im Auftrag der Deutschen Gesellschaft e. V. die 10. Klasse der Medizinischen Fachangestellten. Ziel des interaktiven Workshops „Digital egal? – Medienkompetenz stärken, digitale Verantwortung fördern“ war es, die jungen Auszubildenden dazu zu befähigen, sich sicher, selbstbestimmt und verantwortungsvoll in der digitalen Welt zu bewegen.
In drei praxisnahen Modulen setzten sich die Auszubildenden mit aktuellen Herausforderungen im Netz auseinander – von Datenschutz und Privatsphäre im Internet und auf den Smartphones bis hin zu Fake News und Desinformationen. Dabei wurden nicht nur Risiken aufgezeigt sondern auch konkrete Strategien und Möglichkeiten zur Prävention und zum Selbstschutz vermittelt, die die Auszubildenden gleich umsetzen konnten.
Das Berufliche Schulzentrum freut sich, unter den vielen Interessenten am bundesweit durchgeführten und durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat geförderten Workshop ausgewählt geworden zu sein. Die Veranstaltung vermittelte nicht nur Wissen sondern regte auch zur kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Nutzerverhalten im digitalen Alltag an.
Schnitzeljagd durch Weiden: Apotheken im Fokus
Mit Stadtplan und Aufgaben ausgerüstet, begaben sich die Auszubildenden zu Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (11. Klasse) auf eine Schnitzeljagd durch die Weidener Innenstadt.
Das Ziel war es, die Apotheken auf ihre Außendarstellung, Lage und Attraktivität zu untersuchen. Dabei bewerteten die Auszubildenden die Schaufenstergestaltung, Apothekenschilder und Aufsteller. Sie diskutierten über die Apothekendichte in der Innenstadt und beurteilten die Lage der Apotheken. Zum Abschluss suchten sie auf Basis des Leerstands nach einem möglichen Apothekenstandort.
Die Aktion verband Bewegung, Beobachtung und wirtschaftliches Denken – und zeigte, wie Marketingwissen ganz konkret angewendet werden kann.
Workshop zum Thema Medienkompetenz
Im Berufsalltag von Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten spielt der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Informationen zunehmend eine Rolle – sei es im Kontakt mit Patienten, bei der Nutzung medizinischer Apps oder im persönlichen Medienkonsum. Umso wichtiger ist es, bereits in der Ausbildung ein kritisches Bewusstsein für digitale Inhalte zu entwickeln.
Deshalb fand an der Berufsschule Weiden ein Workshop mit Sabine Wagner vom T1 Jugendmedienzentrum statt. Sie sprach jeweils vor den Klassen der 10. Jahrgangsstufe der Medizinischen Fachangestellten und der Zahnmedizinischen Fachangestellten über den Umgang mit digitalen Medien.
Im Mittelpunkt standen Themen wie die Nutzung von Social Media zur Informationsgewinnung, der Einfluss von Filterblasen auf die Wahrnehmung sowie die Verbreitung von Falschnachrichten im Internet. Frau Wagner ging auch auf die Schwierigkeiten ein, die beim Lernen mit dem Smartphone entstehen können, insbesondere durch ständige Ablenkung und Unterbrechung, auch bekannt als „Sägeblatt-Effekt“. Weitere Inhalte waren der Umgang mit polarisierenden Beiträgen, Hass und Hetze im Netz sowie die teils unrealistischen Darstellungen auf Social-Media-Plattformen im Vergleich zur Realität.
Die Klassen beteiligten sich aufmerksam am Workshop, welcher die Gelegenheit bot, das eigene Medienverhalten zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.
Zum Abschluss wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein Lied über die Themen der Veranstaltung erstellt.


















