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Volle Gotteshäuser für Bischof Müller

Die einen kommen zum Beten, die anderen werden zum Kommen gebeten: Der Weiden-Besuch des Ordinarius

Weiden. (fku) Zum Anfangsgottesdienst für die katholischen Mädchen und Jungen der Europa-Berufsschule platzte die Kirche Herz Jesu am Montagvormittag förmlich aus allen Nähten. Die Sitzreihen waren restlos besetzt, auch in beiden Seitenschiffen und sogar im Eingangsbereich drängten sich die jungen Menschen. Unter die Jugendlichen haben sich auch ein paar "private" Gottesdienstbesucher gemischt; Brigitte Kopp zum Beispiel. "Wenn nur ein Teil davon auch am Sonntag in die Kirche gehen würde, das wäre ja phantastisch", meinte die 77-Jährige mit Blick auf die Masse.

Brigitte Kopp besuchte die Kirche, um die Predigt von Bischof Gerhard Ludwig Müller zu hören, der sich gestern in Weiden befand und den Anfangsgottesdienst hielt. Dass auch all die Jugendlichen wegen des Hirten aus Regensburg gekommen sind und am nächsten Sonntag wieder da sein werden, darf allerdings bezweifelt werden. Der Gottesdienst war nämlich Pflicht für die katholischen Neulinge der Berufsschule. Und so drängten sich Jungen und Mädchen aus zirka 50 Klassen in Herz Jesu, von denen einige sichtlich nicht allzugroßen Wert auf das legten, was der Bischof zu verkünden hatte. Ihre evangelischen Klassenkammeraden feierten derweil in Kreuz Christi ohne solch klerikale Prominenz.

Während der Predigt erzählte Müller zunächst von seinem Aufenthalt beim Papst in Mariazell und erklärte, unter Bezug auf den Namen der Berufsschule, seine Wertschätzung für die europäische Einigung. Der österreichische Wallfahrtsort, so der Bischof, sei ein europäischer Ort und damit symbolhaft für das "Geschenk" des Friedens auf dem Kontinent. Anschließend ging der Ordinarius auf den unmittelbaren Anlaß des Gottesdienstes ein. Er berichtete den Jugendlichen von seiner eigenen Schulzeit. Auch er habe damals unter Ängsten gelitten. Doch statt in Resignation zu verfallen, riet er den Schülern, sich ein "tiefes Gottvertrauen" zu bewahren. So könne schließlich jeder Einzelne seine persönlichen Talente zur Geltung bringen.

Nach den Berufsschülern widmete sich Müller nur wenige Stunden später den ganz Kleinen. In St. Johannes führte er eine Kindersegnung durch und sorgte damit ein zweites Mal an diesem Tag für ein überdurchschnittlich volles Gotteshaus - diesmal ganz ohne Anwesenheitspflicht. Der Ort dafür war nicht zufällig gewählt. Denn der dortige Pfarrer, Georg Schönberger, steht kurz vor seinem Abschied. So sprach der Ordinarius dem scheidenden Geistlichen zunächst auch seinen Dank aus, bevor er den zahlreich erschienenen Kleinen, aber auch deren Eltern seinen Segen spendete. Zu dem Missbrauchsverdacht gegen einen Riekofener Priester äußerte sich Gerhard Ludwig Müller nicht.

Während der Predigt erzählte Müller zunächst von seinem Aufenthalt beim Papst in Mariazell und erklärte, unter Bezug auf den Namen der Berufsschule, seine Wertschätzung für die europäische Einigung. Der österreichische Wallfahrtsort, so der Bischof, sei ein europäischer Ort und damit symbolhaft für das "Geschenk" des Friedens auf dem Kontinent. Anschließend ging der Ordinarius auf den unmittelbaren Anlaß des Gottesdienstes ein. Er berichtete den Jugendlichen von seiner eigenen Schulzeit. Auch er habe damals unter Ängsten gelitten. Doch statt in Resignation zu verfallen, riet er den Schülern, sich ein "tiefes Gottvertrauen" zu bewahren. So könne schließlich jeder Einzelne seine persönlichen Talente zur Geltung bringen.

Nach den Berufsschülern widmete sich Müller nur wenige Stunden später den ganz Kleinen. In St. Johannes führte er eine Kindersegnung durch und sorgte damit ein zweites Mal an diesem Tag für ein überdurchschnittlich volles Gotteshaus - diesmal ganz ohne Anwesenheitspflicht. Der Ort dafür war nicht zufällig gewählt. Denn der dortige Pfarrer, Georg Schönberger, steht kurz vor seinem Abschied. So sprach der Ordinarius dem scheidenden Geistlichen zunächst auch seinen Dank aus, bevor er den zahlreich erschienenen Kleinen, aber auch deren Eltern seinen Segen spendete. Zu dem Missbrauchsverdacht gegen einen Riekofener Priester äußerte sich Gerhard Ludwig Müller nicht.

Der Neue Tag vom 11.09.2007