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Eliteinternat – Dunkelschiff – Naturschutzgebiet – Krankheit



Eine interessante Kombination in „Der Schein“

 

Tania Witte, die zusammen mit Antje Wagner unter dem Pseudonym „Ella Blix“ schreibt, stellte den Auszubildenden zum Industriekaufmann, Bauzeichner sowie Produktdesigner im Rahmen der Weidener Literaturtage „Der Schein“ (2018) vor. Dieses erste Buch des Autorinnenduos kombiniert verschiedene Begriffe und Ereignisse, die man so nicht miteinander in Verbindung bringen würde, auf eine sehr beeindruckende und spannende Art.

 

Die 16-jährige Alina, deren Mutter von einem Badeurlaub nicht mehr nach Hause gekommen war, kam auf ein abgelegenes Eliteinternat. Bereits auf der Fähre dorthin begegnete sie einem sonderbaren Menschen, der die Vogelbeobachtungsstation im Naturschutzgebiet, das für die Schüler tabu wegen der gefährlichen Urrinder war, leitet. Auf der Insel gab es zu Alinas Entsetzen weder Handyempfang noch WLAN. Als sie nachts ein Licht im Naturschutzgebiet entdeckte, wollte sie das Geheimnis um das seltsame Licht aufdecken. Zunächst war sie alleine im Naturschutzgebiet unterwegs und machte dort interessante Entdeckungen. Ein verrücktes Mädchen, Tinka, campierte dort und „telefonierte“ sogar, was eigentlich gar nicht möglich sein konnte. Alina beobachtete, wie ein Schiff von der Nordseite der Insel, an der aber nur lauter Felsen im Wasser waren, eine grüne Lichtkugel ins Naturschutzgebiet schoss. Eine Gruppe Jugendlicher, die Lonelies, half ihr bei den Recherchen rund um das Geisterschiff. Alle zehn Jahre tauchte das Boot an der Insel auf und kranke Menschen verschwanden. Manche von ihnen kamen wieder zurück, dann aber ohne Erinnerung. Als die Gruppe Alinas Geburtstag auf einem Boot feierte, kam ein Sturm auf und Cora, ein Gruppenmitglied, zog das Boot zum Dunkelschiff. Das Schiff lag vollkommen still im Wasser, obwohl außen der Sturm tobte. Auf dem Schiff ereigneten sich dann Dinge, mit denen man so als Leser nicht rechnet.

 

Interessant war die Beschreibung der Autorin, wie das Buch entstand. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass eine immer ein Stück der Geschichte geschrieben und die andere den Teil dann überarbeitet hat, und zwar immer wieder. Jeder Satz wurde ca. 10 Mal bearbeitet. Es dauerte über ein Jahr, bis das Buch fertig war. Das Cover und den Titel durften die Autorinnen nicht auswählen, sondern das lag einzig in der Hand des Verlags. Die Autorinnen hatten ursprünglich als Titel „Das Dunkelschiff“. Schriftstellerin wurde Witte, weil sie Worte liebte. Parallel ist sie auch noch Spoken Word Performerin und als Poetry Slamerin tätig. Ohne Stipendien oder Preise wäre die Schriftstellerei kam möglich. Derzeit hat sie wieder einen Literaturpreis erhalten und kann dafür drei Monate in Mannheim schreiben.